Dicke Bertha

Aus Lexikon Erster Weltkrieg

Der Mörser "Dicke Berta", ein 420-mm-Geschoss, wurde im Ersten Weltkrieg viel verwendet.

volkstümliche Bezeichnung für zwei vom Rüstungsunternehmen Krupp entwickelte schwere 420-mm-Steilfeuergeschütze (Mörser), benannt nach Alfred Krupps Tochter Bertha. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 wurden die französischen und belgischen Festungsanlagen (Liège, Namur) mit Hilfe der offiziell M 42 genannten Geschütze unerwartet schnell bezwungen. Die über 42 t schweren M 42 wurden für den Transport zerlegt und konnten so relativ zügig in neue Stellungen an der Ostfront gebracht werden. Nach 1917 spielten sie jedoch keine entscheidende Rolle mehr. Unter anderem hatte mit zunehmender Abnutzung der Geschossrohre die Zielgenauigkeit der "Dicken Bertha" erheblich nachgelassen.

Technische Daten

  • Rohrgewicht: 13,4 t*Rohrwagen einschließlich Radgürtel: 19,9 t*Lafettenfahrzeug mit Protze: 18,3 t*Spornwagenfahrzeug: 21,0 t*Gerätewagen, beladen: 17,6 t*größter Achsdruck: 10,6 t*Erhöhungsgrenzen: 0° bis 65°*Schussweite: 9300 m*Verschluss: Schubkurbelverschluss*Munition: Langgranate L/3,6 ohne Zwischenboden*Sprengladung: 144 kg


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November 1914.

... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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