Arthur Freiherr Arz von Straußenburg

Aus Lexikon Erster Weltkrieg

österreichischer Generaloberst; * 16. Juni 1857 Hermannstadt, Siebenbürgen , † 1. Juli 1935 Budapest


1876/77 Freiwilliger im ungarischen Feldjägerbataillon Nr. 23, im folgenden Jahr Eintritt in die österreichisch-ungarische Armee; 1885-87 Kriegsschule Wien; 1898-1908 Tätigkeit im Generalstab, Ernennung zum Generalmajor; 1912 Kommando über die 15. Infanteriedivision bei Miskolc; 1914 Berufung als Sektionschef in das Kriegsministerium.

Bei Kriegsausbruch erhielt Arz auf eigene Bitte hin erneut das Kommando über die 15. Infanteriedivision, mit der er an der Schlacht von Komorów teilnahm.

Als Chef des Generalstabs der österreichisch-ungarischen Armee von März 1917 bis zum Ende des Krieges hatte Arz eine "angenehmere Art" als sein Vorgänger Conrad von Hotzendorff. Während seines frühen Kriegsdienstes von 1914-15 leitete Arz das VI. Armeekorps gegen die Russen und hatte das Kommando über die 1. Armee bei der Invasion Rumäniens 1916 inne. Nachdem sich die Situation im Osten stabilisiert hatte, plante er als Chef des Generalstabs den erfolgreichen Angriff auf die italienische Front bei Caporetto im Oktober 1917. Weitere Offensiven am Fluss Piave im folgenden Juni waren jedoch erfolglos. In den letzten Monaten seiner Amtszeit waltete der inzwischen zum Generaloberst aufgestiegene Arz über die Auflösung der österreichischen Armee. Nach Kriegsende wohnhaft in Wien; Veröffentlichung zweier Bücher über den Ersten Weltkrieg.


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November 1914.

... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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