Arbeiter- und Soldatenräte

Aus Lexikon Erster Weltkrieg

Abk.: AuS-Räte;

Ein Auto des Arbeiter- und Soldatenrates am Brandenburger Tor zu Berlin
Ein Maschinengewehr des Arbeiter- und Soldatenrates am Begas-Brunnen vor dem Schloss zu Berlin

Organe revolutionärer Massen, wie sie sich 1905 und 1917 in der russischen Revolution (Oktoberrevolution) und 1918 in Deutschland (Novemberrevolution) mit dem Ziel der Selbstverwaltung bildeten.

In Deutschland wurde die Mehrheit der AuS-Räte von der SPD dominiert. Zunächst auf die Verbesserung der sozialen Situation konzentriert, entwickelten sie bald weiter reichende politische Zielsetzungen. In Russland wurden die Räte durch die absolute Herrschaft der Bolschewisten entmachtet, in Deutschland wurden die Räteregierungen im Frühjahr 1919 von nationalistisch-rechtsextremen Freikorps zerschlagen. Am brutalsten war die Repression in Bayern (Münchner Räterepublik).


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[Bearbeiten] Briefe gefallener Studenten

November 1914.

... Seit acht Tagen im Schützengraben, einer Ruine, in der bei Regenwetter das Wasser rauscht und alles von Lehm und Dreck starrt und die auch Schutz gegen das furchtbare Granatfeuer gewähren soll. Kleine Menschenarbeit gegen gewaltige Kräfte ... (Fritz Meese)

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